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Seit der Legalisierung von Cannabis werde ich von Patienten immer wieder auf die gesundheitlichen Risiken des Konsums angesprochen. Hat die Pflanze im medizinischen Umfeld durchaus ihre Daseinsberechtigung bliebt der private Konsum weiterhin kritisch zu sehen. Während medizinischer Cannabis in der Wirkstoffkonzentration gemäß den Auflagen der Hersteller streng kontrolliert wird, sind die Qualitäten im privaten Anbau freilich vollkommen undefiniert. Dabei ist es äußerst schwierig die körperindividuellen Reaktionen vorherzusehen. Akute Nebenwirkungen können binnen weniger Stunden oder erst nach Tagen auftreten und reichen von Angst- und Panikattacken über Herzrasen sowie Schwindel bis hin zu Desorientierung oder langanhaltenden Psychosen. Eine erste kardiologische Studie aus Dänemark (Holt, A. et al. 2024) zeigt bereits, dass die Therapie mit medizinischem Cannabis bei chronischen Schmerzen das Risiko für Herzrhythmusstörgen signifikant erhöht. Wie sich die Legalisierung gesellschaftlich und gesundheitlich auf die Bevölkerung auswirkt bleibt abzuwarten. Mit einem Anstieg der Gesundheitskosten ist aufgrund der zu erwartenden Folgeerkrankungen (ähnlich wie beim Tabak- oder Alkoholkonsum) zu rechnen. Eine besondere Gefahr sehe ich beim Erstkonsum der Droge, wenn z.B. bestehende Vorerkrankungen am Herzen nicht bekannt sind. Daher empfehle ich in jedem Fall vor einer medizinisch indizierten Therapie oder dem ersten privaten Genuss einen kardiologisch-internistischen Check durchzuführen, um das Risiko lebensbedrohlicher Folgen zu reduzieren.
Herzpraxis Hohenschäftlarn
Dr. med. Iris Hurth
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